Kommende Ausstellung: Fabian Dopfer »Deconstruction«

18. Juli bis 10. Oktober 26

Führungen mit Fabian Dopfer am Samstag 18.7.26: Anmeldung 11 Uhr | Anmeldung 13 Uhr

Fabian Dopfer kam über Umwege zur Fotografie und, schaut man die fertigen Fotos an, möchte man ergänzen: zum Glück.

Denn, bei Dopfer prallen Farbe und Form aufeinander. Voller Wucht, Energie und dabei dennoch auf eine ganz besondere, erzählerische Art und Weise, fast schon malerisch bis skulptural. Es sind Kompositionen, die unsere Sehgewohnheiten fordern und damit das tun, das Kunst eigentlich immer tun sollte, die
Besucher ansprechen und dabei fordern.

Dopfer selbst würde sich in der Technikecke verorten, früh hat er sich für alles interessiert, das man aufschrauben, entdecken und wieder zusammenbauen konnte. Neugierig war, nein ist er, und zugleich ein Naturfreund. Die Berge und die Natur waren dem in Dachau geborenen Dopfer schon als Kind Ausgleich und Inspiration. Mit der Kamera jedoch entdeckte er neue Perspektiven, die interessanter waren als das, was er mit dem bloßen Auge wahrnahm. „Der Wert, ein richtig gutes Foto von dem Moment draußen machen zu können, wurde für mich größer als das echte Erleben in der Natur“, sagt er.

Dabei ließ er sich vom Gefühl leiten, wann der richtige Moment für die beste Aufnahme war, und wusste intuitiv, ob er zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Dieses Erleben überzeugte ihn schließlich 2019-2022 an die Fotoakademie nach Köln zu gehen. „Das war ein richtiger und mutiger Schritt“, so Dopfer, der mittlerweile nur noch ohne Kamera in die Natur geht und die Faszination Technik um die Faszination Kunst ergänzt hat.

Kamera als künstlerisches Medium um sich auszudrücken

Bei Dopfer zählt das Ergebnis. Jedoch soll es keineswegs perfekt sein, sondern er feiert in seinen Fotos die kleinen Fehler, die passieren und schöne Momente kreieren. Für ihn stellen seine Fotos eine Gegenbewegung zur KI dar. Es finden sich in seinen Arbeiten Phantasiewelten, bunte schrille skurrile Situationen, die zunächst irritieren. Zugleich locken sie das Auge aufgrund der grellen Farben. Die Dreidimensionalität verleiht den Fotos zusätzlich eine besondere Tiefe, Licht und Schatten folgen einer eigenen Dynamik.

Man fragt sich, was ist da eigentlich darauf zu sehen? Die Antwort lautet: alles und nichts. Formen und Farben. Von Dopfer ausgewählt, sorgsam zusammengestellt und so lange im Studio komponiert, bis alles für ihn ein stimmiges Gebilde ergibt. Analog und per Hand. „Ich möchte beim Betrachter meiner Fotos Emotionen auslösen“, sagt Dopfer. Und das tun sie. Sie erwecken Freude, Verwunderung, manchmal auch Abscheu und Widerwillen. Sie irritieren, werfen Fragen auf. Zudem wird die von ihm im Atelier konstruierte Dreidimensionalität per Foto wieder zweidimensional. „Wenn der Betrachter das Foto ansieht, bekommt es erneut eine dritte Dimension zurück“, erklärt er.

Man müsse nicht alles verstehen, es genüge, wenn man Dinge ansieht, die den eigenen Blick neu ausrichten, zum Nachdenken anregen, findet Dopfer und sagt: „Die Gedanken kreisen zu lassen ist gut.“ Er selbst geht jedem Ansatz nach, der länger als einen Monat in seinem Kopf bleibt. Aus Notizen entwickeln sich ersten Ideen, die das wilde Chaos im Kopf ordnen und aufräumen. Aus Wörtern werden schließlich Konstruktionen, dann Fotos. Doch was kann die Fotografie was Worte nicht vermögen?

„Worte kommen von anderen Menschen. Fotos und Bilder entstehen in meinem eigenen Kopf, werden nach und nach zu Gedanken und Ideen“, sagt der Fotograf.

Man muss Dopfers Arbeiten nicht verstehen, es genügt sie auf sich wirken zu lassen. Abstrakte Formen und geometrische Präzision zu bestaunen, sich in eine neue Dimension entführen zu lassen. Und immer fungiert das Licht nicht nur als technisches Mittel, sondern als skulpturales Element: Es verleiht den Arbeiten eine physische Tiefe, die über das Zweidimensionale des Mediums hinausweist.

Biographie

Fabian Dopfer wurde 1994 in Dachau geboren und verbrachte Kindheit und Jugend in Unterschleißheim. Nach dem Fachabitur in Freising studierte er zunächst Medientechnologien in Köln, bevor er an die Fotoakademie Köln wechselte, die er 2022 erfolgreich abschloss. 2022 war er (mit der Serie „A Beautiful Mind“) Finalist beim BFF-Förderpreis.Seither lebt und arbeitet er in München als angestellter Fotograf und AI-Operator. Seine eigenen Ideen und Projekte realisiert er in einem kleinen Atelier in München.

 

www.fabiandopfer.art

Presse-Kit Fabian Dopfer »Deconstruction« – Als PDF zum downloaden – coming soon !

 

INFORMATIONEN

Ausstellungsdauer: 18. Juli bis 10. Oktober 26
Eröffnung: Freitag, 17. Juli 26, Beginn: 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei! Der Fotograf ist anwesend

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 8.30 – 18.30 Uhr
Samstag: 08.30 – 17.00 Uhr
Oder nach Vereinbarung