Paolo Burlando «Genius Loci»

Kommende Ausstellung: 28. Januar bis 08. April 2023

I love photography.

„Ich liebe Fotografie.“ Mit diesem Gefühl steht Paolo Burlando nicht alleine da, soviel ist sicher. Doch wenn man seine Fotografien betrachtet, wird schnell klar, wie groß seine Faszination, wie innig seine Beziehung zu Kamera und Bild ist. Paolo Burlando, eigentlich Professor für Hydrologie und Wasserwirtschaft, ist leidenschaftlicher und außergewöhnlicher Dokumentarfotograf, fängt Augenblicke und Gefühle ein, die anderen entgehen würden.

Er beobachte sehr gerne, sagt Burlando, und versuche dann, die Situation zu lesen, den Moment zu erkennen
und auf das digitale Medium zu bannen. Er strebe stets danach, Ästhetik und Aussage zu verbinden – ein Gefühl, einen rationalen Gedanken, vielleicht einfach nur eine humorvolle Begebenheit. Und dabei sind seine Bilder nie laut, nie aufdringlich; er selbst liebe es, wenn Fotografie diskret sei und Menschen abbilde, ohne den Respekt vor ihnen zu verlieren. mehr „Paolo Burlando «Genius Loci»“

Dirk Hardy «Vivarium»

15. Oktober 2022 bis 21. Januar 2023

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – selten war dieses gern und oft bemühte Sprichwort so wahr wie in den fotografischen Installationen von Dirk Hardy. Seine Bilderreihe „Vivarium“ besticht durch konzeptionellen Erfindungsreichtum, literarische Tiefe, ausgezeichnetes Fotografenhandwerk sowie eine überraschende Präsentation.

„Vivarium“ ist der Überbegriff für jeden künstlich nachgestellten Lebensraum, beispielsweise ein Aquarium oder Terrarium. Der niederländische Fotograf Dirk Hardy erweitert den Begriff auf Menschen, indem er eine oder mehrere Figuren in einer minutiös geplanten und akribisch ausgestatteten Kulisse platziert. Folgt der Betrachter den Details und Hinweisen, entspinnt sich schnell eine Geschichte, die teilweise auch erst in einer später folgenden Szene ihre Auflösung findet. So sieht man in Episode 4 den italienischen Kinobesitzer Andrea, wie ihn seine gesellschaftlich festgelegte Rolle als Mann quält. Episode 5 zeigt Andrea, wie er sich selbst sieht, befreit von geschlechterspezifischen Identitäten. mehr „Dirk Hardy «Vivarium»“

Hans-Jürgen Burkard «An Tagen wie diesen»

Noch bis 08. Oktober 2022 | Abschlussveranstaltung mit H.-J. Burkard am 08 Oktober, 18.00 Uhr !

Direkt, ungeschönt, schnörkellos: Hans-Jürgen Burkard gehört zu den bekanntesten und renommiertesten Reportagefotografen Deutschlands. Er war mit seiner Kamera in brasilianischen Slums unterwegs, erlebte die Kriege im Südsudan und Tschetschenien hautnah. Dort, wo Menschen Schlimmes widerfuhr, wo gesellschaftliche Verwerfungen zutage traten – Hans-Jürgen Burkard war immer mittendrin, getrieben von der Neugierde, die Dinge mit eigenen Augen zu sehen und mit der Kamera festzuhalten. Zu seinen bekanntesten Werken zählen zweifellos die Fotoreportagen aus dem postsowjetischen Russland der 90er. Als einer der ersten westlichen Fotografen ermöglichte er den Lesern von Reportagen wie „Stalins lange Schatten“, „Moloch Moskau“ oder „Religion in Russland“ einen persönlichen und authentischen Einblick in das Land nach dem Fall der Sowjetunion. mehr „Hans-Jürgen Burkard «An Tagen wie diesen»“

Florian Schwarz „aus dem werkzyklus »nicht anfang und nicht ende« episoden #01 & #02“

09. April bis 02. Juli 2022 – ERÖFFNUNG: 06. Mai 2022, 19.00 Uhr

In Kooperation mit Galerie Vayhinger stellen wir den Fotokünstler Florian Schwarz vor. »nicht anfang und nicht ende« ist der Titel seines neuen Werkzyklus, dessen Episoden #01 und #02 wir zeigen. Auch in dieser Reihe befasst sich der Künstler mit Menschen, mit Menschlichkeit, mit anderen Lebenswelten, mit den vielfältigen Transit- und Wanderbewegungen, die der, wie er ihn nennt „Sehnsuchtsort Europa“ auslöst. In mehreren Episoden begegnet das work-in-progess-Projekt unterschiedlichsten Menschen und Lebenswelten, die sich bei ihrem Streben, ihrer individuellen Suche nach den Verheißungen und Möglichkeiten Europas, in einem Zustand des „Dazwischen“, des Provisorischen wiederfinden – zwischen Nomadentum und Stillstand. Damit taucht natürlich die Frage auf was ist Europa – ein Konglomerat von ca. 50 unterschiedlichsten Ländern mit einer willkürlichen geographischen Definition oder wie Bernard-Henri Lévy es formulierte „Europa ist kein Ort, sondern eine Idee“? mehr „Florian Schwarz „aus dem werkzyklus »nicht anfang und nicht ende« episoden #01 & #02““

falkbrvt – „wer bist du und wenn ja, wie viele?“

08. Januar bis 02. April 2022 | Midissage: 18. Februar 2022, 19.00 Uhr

Wie ein Code wirkt der Rahmen, den falkbrvt um sich und seine Kunst kreiert hat. Acht mal acht Jahre will er künstlerisch tätig sein, nicht länger; sein Geburtsdatum hat die Quersumme 8, sein voller Name Falk Baron Rausch von Traubenberg besteht aus acht Silben, der Künstlername aus acht Buchstaben. Das mathematische und geometrische Quadrat spielt eine ebenso wichtige Rolle wie die Zahl 8. Alles ist genau durchdacht, präzise, ohne Raum für Zufall oder Ausschuss. falkbrvt findet das Eine im Vielen, und das Viele im Einen – ein Konzept, dass sich perfekt im Ausstellungstitel „wer bist du und wenn ja, wie viele“ widerspiegelt.

Es ist kein Zufall, dass der Künstler damit auf das erfolgreiche Buch „Wer bin ich und wenn ja, wie viele“ des Philosophen Richard David Precht anspielt. Auch falk.brvt fragt nach dem Warum, begibt sich auf eine visuelle und konzeptuelle Forschungsreise. mehr „falkbrvt – „wer bist du und wenn ja, wie viele?““

Tom Hegen „From Above: Aerial Photographs“

02. Oktober 2021 bis 01. Januar 2022

Ob dreckige Bergwerke, mächtige Staudämme, eingepferchte Äcker oder asphaltierte Straßen die Wälder zerteilen: Der Raubbau am Planeten ist ein zentrales Thema unserer Zeit. Dabei wirkt der menschliche Eingriff in Umwelt und Natur alles andere als ästhetisch.

Tom Hegen kehrt diese Motive ins Gegenteil. Er inszeniert den Blick auf unsere Erde und verleiht den vom Menschen geprägten Landschaften eine Ruhe und Schönheit, die fasziniert, aber auch nachdenklich macht und zeigt, dass kaum ein Flecken Erde noch unberührt ist. Hegens Aufnahmen sind abstrakt und ästhetisch und laden ein, unsere Erde aus einer neuen Perspektive zu entdecken. Die vertikale Aufsicht ist visueller Nachhilfeunterricht, eine ungewohnte Schule des Sehens, ein Portrait unserer Zivilisation, und eine Mahnung an die Einzigartigkeit unseres Planeten. mehr „Tom Hegen „From Above: Aerial Photographs““

Evelyn Richter „Von der Latenz der Bilder“ Fotografien aus den 2000er Jahren

26. Juni bis 25. September 2021

Stillgehaltene Zeit
Mit „Von der Latenz der Bilder“ widmet die Leica Galerie Konstanz einer der bedeutendsten Fotografinnen der deutschen Nachkriegszeit eine eigene Ausstellung: Evelyn Richter.

Ein Mann in der U-Bahn, vertieft in sein Buch; ein Schreibtisch im Moskauer Michail-Bulgakow-Museum, bedeckt mit Büchern und Schreibutensilien; ein junger Mann in Lederjacke vor einem Pop Art-Portrait von Marylin Monroe: Evelyn Richter versteht es meisterhaft, alltägliche Momente auf Film zu bannen – die Zeit für einen Augenblick anzuhalten, sich geduldig im Raum zu orientieren und das Gesehene festzuhalten. Ihre Kompositionen bestechen durch Leichtigkeit, durch die Verbindung aus Spontaneität und sorgfältigen Arrangements mit dem Gespür für den richtigen Moment. mehr „Evelyn Richter „Von der Latenz der Bilder“ Fotografien aus den 2000er Jahren“

Dieter Blum „Cowboys & Dancers“

Die Ausstellung bis zum 19. Juni 2021 verlängert! Finissage 11. Juni – mit Dieter Blum!

Es gibt einen roten Faden, der sich durch das Gesamtwerk des Fotokünstlers Dieter Blum zieht, nämlich die Faszination an der Bewegung. An der Eleganz der Bewegung. An der Kraft der Geschwindigkeit. An der Stille des Innehaltens inmitten der Dynamik.

Diesem Topos hat Blum in den unterschiedlichsten Bereichen nachgespürt. Und oft resultierten daraus neue Sichtweisen, z.B. auf Autos und auf Maschinen. Aber im Laufe seiner Karriere kristallisierten sich zwei Bereiche heraus, beide Herausforderungen für den Fotografen: der Tanz und der Cowboy. mehr „Dieter Blum „Cowboys & Dancers““

Esther Haase „MOVE!“

01. August 2020 - 23. Oktober 2020

Cineastische Visionen, komponierte Leichtigkeit und Eleganz, die Inszenierung einer Traumwelt, die realer nicht sein könnte: Esther Haase erzählt! Jede Fotografie ist ein Moment in einer wunderbaren Kurzgeschichte – und wir mittendrin. Sie selbst sagt: „Für mich ist das Wichtigste, einen Eindruck von Spontaneität zu erzeugen – die Spur einer Bewegung.“ Lebendigkeit und Dynamik, verbunden mit Esther Haases sensiblem Gespür: Nur so entsteht die Atmosphäre, aus denen die typischen, mit konsequent kraftvoller Weiblichkeit geladenen Bildwelten aufleben – es ist ein Tanz der Sinne zwischen Fotografin, Kamera und Model.

F.C. Gundlach schrieb im Vorwort zum Bildband Esther’s World: „Esthers Bilder zelebrieren die Freude am Sein, die Leidenschaft, das selbstbewusste Spiel mit der Sexualität, den Ausbruch aus dem starren Korsett des Alltags, vor allem aber den Menschen in seiner Gesamtheit: abenteuerlustig, stark, kühn, erotisch, manchmal auch melancholisch und in sich gekehrt, aber immer ganz bei sich selbst. Ihre Frauengestalten sind selbstbewusst und souverän, wie Esther selbst sind sie voller Energie und Emotion, immer in dynamischer Bewegung.“ mehr „Esther Haase „MOVE!““

Klaus Fengler | Expeditions-Fotografie

29. Februar 2020 - 27. Juli 2020

Bildgewordene Abenteuerlust

Er ist ganz schön herumgekommen: Klaus Fengler, einer der bekanntesten Outdoor-Fotografen Deutschlands. Dabei begann seine Abenteurerkarriere eher beschaulich: 26 Jahre am Bodensee, studierter Maschinenbauer, Ingenieur bei Siemens, ein gut durchgetaktetes Leben. Doch war da immer auch die große Sehnsucht nach Natur und Fotografie.

Heute ist er jedenfalls froh über seine Entscheidung, seinen Beruf als Ingenieur aufgegeben und eines Tages die Kamera gepackt zu haben, um sie mit seiner anderen großen Leidenschaft zu verbinden: dem Klettern. Schon mit 17 sei er ein begeisterter Alpinist gewesen, erzählt Klaus Fengler. Also zog er fort vom Bodensee, nach Bischofswiesen, wo er nun die schönsten Berge vor der Tür hat. mehr „Klaus Fengler | Expeditions-Fotografie“

Ursula Böhmer “Die Kuh – eine Feldforschung”

29. November 2019 - 15. Februar 2020

Leica Galerie Konstanz zeigt das Langzeitprojekt der Fotokünstlerin Ursula Böhmer

„Werdet wie Kühe!“ hatte Nietzsche dem Menschen geraten, denn „alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Weide“. Mit ihrer dritten Ausstellung hilft uns die neue Konstanzer Leica Galerie bei diesem Schritt: „Die Kuh – eine Feldforschung“ lautet der Titel. Gezeigt werden zentrale Aufnahmen der international in Ausstellungen und Sammlungen vertretenen Fotokünstlerin Ursula Böhmer. Kühe – Porträts mit direktem Blickkontakt, die Körperlandschaften ihrer mächtigen Leiber, sowie Grasflächen auf denen sie weiden. mehr „Ursula Böhmer “Die Kuh – eine Feldforschung”“

Focus: Werner Bischof

30. August 2019 - 17. November 2019

Die Leica Galerie Konstanz zeigt die Ausstellung „Focus: Werner Bischof“ – eine Hommage an das Lebenswerk eines der bekanntesten Reportage-Fotografen des 20. Jahrhunderts.

In seinem kurzen, aber höchst produktiven und engagierten Leben – Werner Bischof wurde nur 38 Jahre alt – schuf er ein Werk von 60.000 Fotografien. Etwa 50 zeitgenössische Originalabzüge aus dem Zürcher Werner Bischof Estate geben jetzt einen Überblick über die Zeit des Eisernen Vorhangs, das nach dem Zweiten Weltkrieg schwer zerstörte Europa sowie Bischofs internationale Reportage-Fotografie. mehr „Focus: Werner Bischof“

Anatol Kotte „Iconication“

18. Mai 2019 - 17. August 2019

Mit der Vernissage von „Iconication“ des legendären Porträtfotografen Anatol Kotte eröffnet im Mai 2019 die Leica Galerie in Konstanz ihre Pforten.

Passend zum Start und passend zu unserer Zeit, da jeder und jede das Foto-Handy stets griffbereit hat, geht Kotte hier einer ganz grundsätzlichen Frage nach: Was macht ein Bild zur Ikone? Und auch: wie macht ein Bild aus Menschen Ikonen? mehr „Anatol Kotte „Iconication““