Kommende Ausstellung: Monica Menez »Body Lab«

18. April bis 11. Juli 26

Monica Menez wurde 1971 in Stuttgart geboren, lebt dort und arbeitet international. Schon als kleines Mädchen war sie von Mode fasziniert und inszenierte mit großer Begeisterung „Modeshootings“ mit ihren Freundinnen. Schon früh stand für Menez fest, dass sie beruflich einen kreativen Weg einschlagen möchte. Als Teenager schließlich stand für sie fest, dass die Fotografie genau das Medium ist, das all das vereint, was sie begeistert: Mode, Ästhetik und die Möglichkeit eigene Visionen zum Leben zu erwecken. Was als spielerisches Experimentieren begann, ist bis heute ihre Art, die Welt kreativ festzuhalten.

Ihre fotografische Laufbahn begann dann auch ganz klassisch, mit einer Fotografenlehre in einem Werbestudio in Stuttgart. Anschließend arbeitete sie mehrere Jahre als Pressefotografin für unterschiedliche Magazine. Von dort aus erfolgte der Einstieg in die Modefotografie, mit einem klaren Fokus auf inszenierte Fotografie.

Schon früh spielten Humor, Ironie und der bewusste Bruch mit Erwartungen eine zentrale Rolle in ihrer Arbeit. Monica Menez interessiert sich für den Überraschungsmoment und für Bilder, die Erwartungen unterlaufen und mehr erzählen als das Offensichtliche. Diese Haltung prägt ihre Arbeit als Modefotografin und Filmemacherin bis heute.

Ihre Bilder und Filme zeichnen sich durch eine klare visuelle Haltung aus, in der sich Sinnlichkeit, Humor und erzählerische Elemente verbinden. Dabei entstehen Arbeiten, die nicht nur modische Oberflächen abbilden, sondern eigene Erzählräume schaffen. Ihre Fotos zeigen in ihrem unverwechselbarem Stil Momente der Absurdität, des Humors und der Erotik und präsentieren Mode auf eine frische, einzigartige Art und Weise.

In ihren Filmen und Fotografien greift Monica Menez alltägliche Szenen auf und verschiebt sie gezielt. Vertrautes wird in neue Kontexte gesetzt, Gewöhnliches mit surrealen, oft humorvollen Momenten gebrochen. Ihre Bildwelten sind präzise komponiert, vielschichtig und klar in der Haltung. Jedes Element hat eine Funktion. Nichts ist dekorativ.

2011 realisierte sie mit „Precious“ ihren ersten Fashionfilm, der internationale Aufmerksamkeit erhielt. Ab 2012 arbeitete sie als Fashionfilm-Regisseurin, insbesondere im Bereich Werbefilm, mit zahlreichen Produktionen im Ausland. Ihre Filme wurden weltweit gezeigt und ausnahmslos ausgezeichnet, unter anderem mit dem ASVOFF Filmpreis in Paris für Hors D’Oeuvre. Weitere Auszeichnungen sind unter anderem der Internationalen Kodak Fotokalenderpreis, der Canon Foto Award, der Seltmann Award sowie ein ADC Award. Ihre Arbeiten wurden in internationalen Magazinen wie Madame, Vogue Italia und Harper’s Bazaar veröffentlicht.

Seit 2024 beschäftigt sie sich intensiv mit Künstlicher Intelligenz als künstlerischem und gestalterischem Werkzeug. Gemeinsam mit Ivonne Veith gründete sie „Synthetic Styles“, eine Weiterbildung für Soloselbständige aus der Kreativbranche mit Fokus auf KI, Bildsprache und neue Arbeitsmodelle. Die Nachwuchsförderung und die Weitergabe von Wissen sind ihr dabei ein zentrales Anliegen. Ergänzend hält sie Vorträge und Workshops zu KI, visueller Kultur und der Zukunft kreativer Arbeit.

Monica Menez ist Mitglied im ADC und Vorstandsmitglied im BFF. Sie engagiert sich aktiv für den Diskurs rund um zeitgenössische Bildkultur, neue Technologien und die Rolle von Kreativen im Wandel. Ihre Arbeit ist geprägt von Lust am Bruch, feinem Humor und einer klaren, eigenständigen Bildsprache.

 

Das Museum der toten Berufe

Parallel dazu arbeitet Monika Menez am Ausstellungsprojekt Specimens of Creativity, das sich mit dem Wandel und dem Verschwinden bestimmten kreativer Berufen auseinandersetzt und diese als „Artefakte“ in einer imaginierten Museumswelt versammelt. Statt antiker Scherben oder verstaubter Dioramen erblickt man in Monika Menez virtuellem Museum in den Vitrinen Berufe, die heute noch das pulsierende Herz der visuellen Kultur bilden. „The Photographer“ oder „The Stylist“ – jedes Exemplar ist sorgfältig beschriftet und präpariert, ausgestellt als Specimen of Creativity.

Mit diesem ebenso provokanten wie brillantem Gedankenspiel konfrontiert uns die Fotografin und KI- Künstlerin Monica Menez in ihrer neuen Serie. Sie inszeniert einen Ort, der die Ängste und Verheißungen der Kreativbranche im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz auf den Punkt bringt. Nun stellt sich die Frage, Ist ihr Museum der toten Berufe ein melancholischer Abgesang oder vielmehr das Labor einer neuen, hybriden Zukunft?

Der gleichnamige Film wurde beim Lumen Award nominiert und 2025 mit einem ADC Award ausgezeichnet.

 

www.monicamenez.de

 

Presse-Kit Monica Menez »Body Lab« – Als PDF zum downloaden !

 

INFORMATIONEN

Ausstellungsdauer: 18. April bis 11. Juli 26
Eröffnung: Freitag, 17. April 26, Beginn: 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei! Die Fotografin ist anwesend

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 10.00 – 18.30 Uhr
Samstag: 09.30 – 17.00 Uhr
Oder nach Vereinbarung