In Kooperation mit der Galerie Vayhinger stellen wir den Fotokünstler Florian Schwarz vor. »nicht anfang und nicht ende« ist der Titel seines neuen Werkzyklus, dessen Episoden #01 und #02 wir zeigen. Auch in dieser Reihe befasst sich der Künstler mit Menschen, mit Menschlichkeit, mit anderen Lebenswelten, mit den vielfältigen Transit- und Wanderbewegungen, die der, wie er ihn nennt „Sehnsuchtsort Europa“ auslöst. In mehreren Episoden begegnet das work-in-progess-Projekt unterschiedlichsten Menschen und Lebenswelten, die sich bei ihrem Streben, ihrer individuellen Suche nach den Verheißungen und Möglichkeiten Europas, in einem Zustand des „Dazwischen“, des Provisorischen wiederfinden – zwischen Nomadentum und Stillstand. Damit taucht natürlich die Frage auf was ist Europa – ein Konglomerat von ca. 50 unterschiedlichsten Ländern mit einer willkürlichen geographischen Definition oder wie Bernard-Henri Lévy es formulierte „Europa ist kein Ort, sondern eine Idee“? mehr „Florian Schwarz „aus dem werkzyklus »nicht anfang und nicht ende« episoden #01 & #02““

Florian Schwarz
*1979 in Konstanz

Florian Schwarz studierte Fotografie an der Königlichen Kunstakademie Antwerpen, Belgien, (Master of Fine Arts, 2007) und Dokumentarfilm-Regie mit Schwerpunkt »Expanded Cinema« am Edinburgh College of Art (Master of Arts, 2012).

Im Zentrum seines künstlerischen Interesses steht der Mensch, oftmals befassen sich seine fotografischen und multimedialen Projekte mit Lebenswelten an den Rändern der Gesellschaft. In den vergangenen Jahren entstanden u. a. ein Langzeit-Portrait eines indianischen Straßenmusikers in Nashville (über drei Jahre), ein mehrteiliger Werkzyklus zum Thema »Europa« (work-in-progress) und ein vierjähriges Kooperationsprojekt mit einer US-amerikanischen Wissenschaftsstiftung, das Florian Schwarz zu astronomischen Observatorien in entlegenste Regionen der Erde führte. mehr „Florian Schwarz“

Wie ein Code wirkt der Rahmen, den falkbrvt um sich und seine Kunst kreiert hat. Acht mal acht Jahre will er künstlerisch tätig sein, nicht länger; sein Geburtsdatum hat die Quersumme 8, sein voller Name Falk Baron Rausch von Traubenberg besteht aus acht Silben, der Künstlername aus acht Buchstaben. Das mathematische und geometrische Quadrat spielt eine ebenso wichtige Rolle wie die Zahl 8. Alles ist genau durchdacht, präzise, ohne Raum für Zufall oder Ausschuss. falkbrvt findet das Eine im Vielen, und das Viele im Einen – ein Konzept, dass sich perfekt im Ausstellungstitel „wer bist du und wenn ja, wie viele“ widerspiegelt.

Es ist kein Zufall, dass der Künstler damit auf das erfolgreiche Buch „Wer bin ich und wenn ja, wie viele“ des Philosophen Richard David Precht anspielt. Auch falk.brvt fragt nach dem Warum, begibt sich auf eine visuelle und konzeptuelle Forschungsreise. mehr „falkbrvt – „wer bist du und wenn ja, wie viele?““

Plakat, Offsetdruck, DIN A1 (84 x 59,4 cm), 250g Bilderdruck matt, 4/0-farbig

EURO 29,– | Signiert in der Auflage 13/13: EURO 149,–

falk.brvt
*scheint so

falkbrvt (Falk Baron Rausch von Traubenberg) ist ein deutscher bildender Künstler. Fotografie ist sein wichtigstes Ausdrucksmittel, neben Video/Performance und Installation. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

Nach den Lebensstationen Bensheim/Bergstrasse, Regensburg und Darmstadt entscheidet sich Falk von Traubenberg 1994 ein Architekturstudium an der Fachhochschule Konstanz zu beginnen. Rückblickend ist dies die Stunde null, hier beginnt sein künstlerisches Lebensquadrat das auf 8 X 8 Jahren beruht und im Jahre 2057 seine Vollendung erfährt. mehr „falkbrvt“

Ob dreckige Bergwerke, mächtige Staudämme, eingepferchte Äcker oder asphaltierte Straßen die Wälder zerteilen: Der Raubbau am Planeten ist ein zentrales Thema unserer Zeit. Dabei wirkt der menschliche Eingriff in Umwelt und Natur alles andere als ästhetisch.

Tom Hegen kehrt diese Motive ins Gegenteil. Er inszeniert den Blick auf unsere Erde und verleiht den vom Menschen geprägten Landschaften eine Ruhe und Schönheit, die fasziniert, aber auch nachdenklich macht und zeigt, dass kaum ein Flecken Erde noch unberührt ist. Hegens Aufnahmen sind abstrakt und ästhetisch und laden ein, unsere Erde aus einer neuen Perspektive zu entdecken. Die vertikale Aufsicht ist visueller Nachhilfeunterricht, eine ungewohnte Schule des Sehens, ein Portrait unserer Zivilisation, und eine Mahnung an die Einzigartigkeit unseres Planeten. mehr „Tom Hegen „From Above: Aerial Photographs““

Tom Hegen
*1991

Tom Hegen gehört zu den bekanntesten Luftbildfotografen unsere Zeit. Der deutsche Fotograf dokumentiert in Luftbildaufnahmen die Spuren, die der Mensch auf seiner Erdoberfläche hinterlässt. In präzisen Bildkompositionen gibt Hegen einen Überblick über Orte, an denen wir Ressourcen gewinnen, veredeln und verbrauchen und liefert somit Einblicke in die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. mehr „Tom Hegen“

Plakat, Offsetdruck, DIN A1 (84 x 59,4 cm), 250g Bilderdruck matt, 4/0-farbig

EURO 29,–

Stillgehaltene Zeit
Mit „Von der Latenz der Bilder“ widmet die Leica Galerie Konstanz einer der bedeutendsten Fotografinnen der deutschen Nachkriegszeit eine eigene Ausstellung: Evelyn Richter.

Ein Mann in der U-Bahn, vertieft in sein Buch; ein Schreibtisch im Moskauer Michail-Bulgakow-Museum, bedeckt mit Büchern und Schreibutensilien; ein junger Mann in Lederjacke vor einem Pop Art-Portrait von Marylin Monroe: Evelyn Richter versteht es meisterhaft, alltägliche Momente auf Film zu bannen – die Zeit für einen Augenblick anzuhalten, sich geduldig im Raum zu orientieren und das Gesehene festzuhalten. Ihre Kompositionen bestechen durch Leichtigkeit, durch die Verbindung aus Spontaneität und sorgfältigen Arrangements mit dem Gespür für den richtigen Moment. mehr „Evelyn Richter „Von der Latenz der Bilder“ Fotografien aus den 2000er Jahren“

Evelyn Richter
*31. Januar 1930 in Bautzen † 10. Oktober 2021 in Leipzig

Evelyn Richter ist eine der renommiertesten deutschen Fotografen. Im letzten Jahr erhielt sie als erste Preisträgerin, den seit 2020 von der Stadt Düsseldorf alle zwei Jahre für ein Lebenswerk ausgelobten angesehenen Bernd-und-Hilla-Becher-Preis. Einen Namen machte sich Richter vor allem mit ihrer sozialdokumentarischen Fotografie über das Leben in der DDR.

Statt Aufbruch, Utopie und den Sozialismus zu thematisieren, blickt Richter in differenzierter und kritischer Weise auf die Ereignisse ihres Heimatlandes. Richter wollte widerspiegeln, was wirklich ist und schreckte nicht davor zurück, triste und bedrückende Lebensverhältnisse zu schildern. Charakteristisch sind ihre narrativen, von Empathie begleiteten Bilder von Menschen: sie sind unterwegs in öffentlichen Verkehrsmitteln, besuchen Kunstausstellungen oder arbeiten in Fabriken. In wiederkehrenden Motiven verweist sie auf das Lebensumfeld ihrer Mitmenschen in der Stadt und auf dem Land. Hervorzuheben sind ihre über Jahre entstandenen Werkreihen von Musikern und Dirigenten. Zu den Portraitierten gehören beispielsweise David Oistrach und Paul Dessau. mehr „Evelyn Richter“